Trauer um Prinz zu Löwenstein

Carl F. Prinz zu Löwenstein

Carl F. Prinz zu Löwenstein (Foto: annidivini)

Diese Meldung von Utz Graafmann auf Wein-Plus hat mich heute erschüttert: “Prinz zu Löwenstein ist am Samstag bei einem Unfall auf dem Nürburgring ums Leben gekommen. Löwenstein ist in seinem Aston Martin GT4 mit Fahrzeugen zweier Konkurrenten kollidiert und hat sich dabei überschlagen. Der 43-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Der Unfall ereignete sich in der Nordschleife an der gleichen Stelle, an der auch Niki Lauda vor fast 34 Jahren verunglückte. Seit 2002 bewirtschaftete er die Weingüter seiner Familie im Rheingau und in Franken. Mit zwei Sternen (**) bei Wein-Plus gehören diese zu den Top-Betrieben in Deutschland. (UG)”

Diese schreckliche Nachricht macht diesen wunderschönen Frühlingstag zu einem Tag der Trauer für mich. Erst Mitte März hatte ich Prinz zu Löwenstein auf seinem Weingut im fränkischen Kleinheubach besucht, junge frische und wunderschön gereifte Weine verkostet und über seine vielen Projekte gesprochen. Er zeigte mir die Baustelle im ehemaligen Marstallgebäude des Schlosses, wo er im Herbst schon seine Ernte zwischen den Bundsandsteinsäulen ausbauen wollte. Ein Mann mit Visionen, der für die Region ein kulturelles Zentrum rund um Schloss, Wein und Kultur plante. Ein Mann auch mit feinem “britischem” Humor und fern jeder “standesgemäßen” Art. Ein exzellenter Hobbykoch und Genießer. Und nicht zuletzt ein Mann, der mit seinen Weingütern für ausgezeichnete Weine stand. Mein tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie.

In tiefer Trauer

Gerhard D. Wulf

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