Der Trollinger steht wie kein anderer Wein für Wein aus Württemberg. Aber ist er auch hier entstanden oder kommt er ganz woanders her? Christine Krämer weist in ihrer
Studie nach, wann die einzelnen Sorten auftauchten und wo sie verbreitet waren. So erfährt der Leser, dass die Rebsorte wohl ein “Tirolinger” ist, also aus Südtirol stammt und den Weg über die Alpen fand. Dort wächst die genetisch identische Sorte Vernatsch, die auch unter dem Namen Schiava bekannt ist. Und die frühesten Hinweise auf diese Rebe finden sich schon in Dokumenten aus dem 12. Jahrhundert aus den Regionen Friaul, Venedig und der Lombardei. 1180 wird die Sorte erstmals im Gebiet Bardolino genannt, wo sie wohl von Slawen aus Ungarn eingeführt wurde. (weiterlesen…)
Archiv für Juli 2007
Christine Krämer: Rebsorten in Württemberg
Montag, 30. Juli 2007W. Hubert/D. Schwarzwälder: Portugal und seine Weine
Sonntag, 29. Juli 2007Portugal ist bisher bei den meisten Weinkennern bekannt und geschätzt
als Lieferant hervorragender Port- sowie Madeiraweine und belächelt bis beschimpft als Exporteur gewaltiger Seen von fragwürdigem Mateus Rosé und nichtssagendem Vinho Verde. Richtig ist beides und doch gibt es nicht – oder nicht mehr – die ganze Wahrheit über das traditionsreiche Weinland am Atlantik wieder. “Ein Weinland im Aufbruch” lautet der Untertitel und diese These können die Autoren mit vielen Fakten belegen. Nach einem Ausflug in die Geschichte werden die hochinteressanten Rebsorten des Landes und seine vielversprechenden Weinregionen vorgestellt. (weiterlesen…)
A. Braun u. O. Geisel: Große Weine des Remstals
Sonntag, 29. Juli 2007“Die besten Winzer vor den Toren Stuttgarts” wollen die beiden Autoren
laut Untertitel ihres Buches vorstellen – und das gelingt ihnen auch. Aldinger, Beurer, Ellwanger, Haidle, Heid, Kuhnle und Schnaitmann sind Namen von Winzern, die inzwischen weit über das Remstal und Württemberg hinaus einen guten Klang haben, besonders, wenn man die Gläser gefüllt mit ihren Weinen klingen lässt. Das reich und sehr ansprechend bebilderte Weinliebhaberwerk bietet einerseits spannende Porträts der Winzer und ihrer Weine, darüberhinaus aber auch mit etwas Grundkenntnissen gut nachkochbare Rezepte regionaler Spitzenköche, die zu den edlen Tropfen passen. (weiterlesen…)
Früher Lesebeginn: Hellseherei oder Fakten?
Dienstag, 24. Juli 2007Thomas Deck fragt bezüglich meiner Reife-Diskussion im Wein-Forum:“Dumme Frage: Könnt ihr hellsehen??? Woher wisst ihr einen Monat vorher schon das genaue Lesedatum? Oder reifen die Trauben im letzten Monat vor der Lese “automatisch” zu Ende, egal wie das Wetter ist, wie kalt die Nächte sind, etc.? Sonst heißt es doch immer, der letzte Monat sei der entscheidende…Thomas Deck”
Olivier Schnurr antwortet darauf wie folgt:
“… Reben haben einen recht gut bekannten Vegetationszyklus, weil man ja nicht erst seit gestern Wein aunbaut. Man kann z.B. bereits ab Bluetedatum ziemlich genau den Lesetermin abschaetzen, so nichts Unerwartetes (ueberdurchschnittliche Wetterereignisse) dazwischenkommt. Je naeher der Reifetermin rueckt, desto genauer kann man den Lesetermin vorhersagen. Die Reifedauer ist uebrigens bei allen Sorten in etwa gleich lang, spaete und fruehe Sorten unterscheiden sich lediglich in vorhergehenden Phasen (Hausaufgabe: welchen?). Der Reifebeginn kann, genauso wie der Reifeverlauf und die Reife selbst, anhand verschiedener Indikatoren festgestellt werden. ”
Und von mir sei hinzugefügt: Es gilt die Regel “Rebblüte plus 100 Tage” , außer, das Wetter zwingt die Winzer, die Lese z.B. wg. Fäulnis oder Pilzbefall sogar noch nach vorne zu verlegen.
Lesebeginn in Österreich schon Ende Juli?
Dienstag, 24. Juli 2007Bei unseren Nachbarn in der Alpenrepublik wird die Ernte des 2007er ebenfalls recht früh erwartet, wie Karl Bajano im Weinplus-Weinforum berichtet:“Auch in Österreich schreitet die Reife rasant fort, naturlich nur dort, wo der Hagel nicht zuschlug und/oder der Frost im April. Der St. Laurent beginnt sich langsam umzufärben, knapp 20 Tage vor der Zeit (10. August). Mit den Neuzüchtungen hat es Ö nicht ganz so, außer für den Sturm (Sauser).So wie das aussieht, könnte es Ende Juli den ersten geben, und wenn es einer drauf anlegen würde, Mitte August den ersten Jg. 2007. Hoffentlich NICHT !!!”
Axel Krüger berichtet wie folgt: Am östlichsten Weinstock der Republik, in meinem sonnenbeschienen windgeschützten Hof in Görlitz, Südwand, unmittelbar an der polnischen Grenze ist die Naschbarkeit der eigentlich spät reifenden ugni blanc auch schon fast erreicht. Ich hab gerade mal gestestet (kann ich vom Schreibtisch aus!): knapp vor al dente und kaum mehr adstringierend sauer. Auf die Sonne!
axel krüger”
Helmut Knall meint:
“Es gibt immer einen, hab jetzt nur vergessen, wie er heisst, aus dem Seewinkel, der mit einem Bouvier Mitte August den ersten Wein präsentiert. Damit steht er dann Jahr für Jahr in der Kronen-Zeitung. (So wie die bösen organisierten Italiener, die uns die Eierschwammerl wegbrocken…)
LG Knalli”


![Validate my RSS feed [Valid RSS]](http://www.annidivini.com/images/valid-rss.png)