Hoppla, da liegt doch tatsächlich noch eine Flasche vom Uhlbacher Götzenberg Spätburgunder Spätlese aus
dem Jahre 2001 in meinem Keller. Ob die wohl noch schmeckt, schließlich stammt sie nicht von einem Top-Winzer aus der Stuttgarter Region, sondern “nur” von der dortigen Genossenschaft – die ja seit April 2007 mit den Rotenberger Genossen unter ”Collegium Wirtemberg” firmiert - und hat mal etwa 7 Euro gekostet. Na, falls der Wein schon schwächelt, reicht es ja immer noch für die Sauce zu meinen Rindsrouladen, die ich gerne in etwas Rotwein schmore.
Aber siehe da, beim Öffnen präsentiert sich der Korken zwar schon etwa zu einem Drittel durchfeuchtet, der Wein aber hat eine wunderbare gereifte Pinot-Nase nach Beerenfrüchten mit Herbstlaub, brillante rubinrote Farbe und einen ausgezeichneten Geschmack nach Erdbeerkonfitüre, gewürzt mit etwas Vanille und Schokolade, dazu ausreichend wache Säure, weiche Tannine und einen mittellangen eleganten Abgang. Respekt, der kommt nicht in die Soße, da muss es heute ein Trollingerrest tun, und den Burgunder lassen meine Frau und ich uns munden zur klassischen Roulade gefüllt mit Senf, Gurken, Zwiebeln und Speck, herrlich … (Gerhard D. Wulf/annidivini)


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