Viele Kunden oder Seminarteilnehmer sind sich bei der Vielfalt der deutschen Bezeichnungen für roséfarbene Weine unsicher, was nun genau ein solcher Wein ist, vielleicht sogar einfach eine Mischung aus Rot- und Weißwein? Beim württembergischen Schillerwein und beim badischen Rotgold trifft die Vermutung zumindest im Ansatz zu: Hier werden tatsächlich rote und weiße Trauben wie z.B. Dornfelder und Kerner gemeinsam geerntet und gekeltert und dann zu einem rotgold “schillernden” Wein ausgebaut, daher auch der im Schwäbischen gebräuchliche Name, der nicht von der roten Lockenpracht des Dichterfürsten herrührt.
Die Ursache für diese heute ungewöhnliche Verarbeitung liegt in der Geschichte des Weinbaus im süddeutschen Raum, wo bis in die Fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts vielerorts noch rote und weiße Sorten im sogenannten “gemischten Satz” einträchtig miteinander im Weinberg standen und demzufolge auch gemeinsam gelesen und gepresst wurden. (weiterlesen…)


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